Fortschritte bei einer nationalen LGBT*-Rechterichtlinie in Brasilien
Eine Kampagne von All Out und der Associação Mães da Resistência brachte Tausende von Stimmen zum brasilianischen Ministerium für Menschenrechte und lud Präsident Lula ein, sich dem gemeinsamen Aufbau einer LGBT*-Rechterichtlinie als dauerhaftem staatlichem Engagement anzuschließen.In einer Zeit, in der LGBT*-Rechte in vielen Teilen der Welt Rückschritte erleben, hat die brasilianische Zivilgesellschaft gezeigt, dass Dialog, kollektive Mobilisierung und gemeinsames Handeln reale Wege für Veränderung eröffnen können.
Im Oktober 2025, während der 4. Nationalen Konferenz zu den Rechten von LGBTQIA*-Personen, die in Brasília stattfand und mehr als 1.500 Aktivist*innen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen aus dem ganzen Land zusammenbrachte, starteten All Out und die Associação Mães da Resistência eine Petition zur Unterstützung der Schaffung einer LGBT*-Rechterichtlinie in Brasilien – eines Rahmens, der Schutz, Würde und Rechte für LGBT*-Menschen im ganzen Land gewährleisten kann.
Die Mobilisierung gewann schnell an Dynamik. Tausende von Menschen in Brasilien und weltweit schlossen sich der Kampagne an, um eine breite öffentliche Unterstützung für die Konsolidierung öffentlicher Politiken zu zeigen, die die LGBT*-Bevölkerung anerkennen und schützen.
Während der Konferenz sprach Marcos Melo, LGBT*-Aktivist von All Out, direkt mit der Menschenrechtsministerin Macaé Evaristo, präsentierte die Petition und bekräftigte die Bedeutung einer LGBT*-Rechterichtlinie als grundlegenden Schritt zur Stärkung von Demokratie und Menschenrechten in Brasilien.
Am Ende der Veranstaltung wurden nahezu 3.000 Unterschriften offiziell an die Nationale Sekretärin für die Rechte von LGBTQIA*-Personen, Symmy Larrat, übergeben – ein Symbol für die konkrete Unterstützung der Zivilgesellschaft für diese Agenda.
Diese kollektive Anstrengung hat bereits historische Fortschritte hervorgebracht: Die Menschenrechtsministerin unterzeichnete die Verordnung Nr. 1.825/2025, mit der die LGBT*-Rechterichtlinie eingeführt wird. Dieser Meilenstein bringt das Engagement des brasilianischen Staates für Würde, Schutz und Anerkennung von LGBT*-Menschen zum Ausdruck.
Die Mobilisierung tritt nun in eine neue Phase ein. Ziel ist es, diesen Dialog auszuweiten und Präsident Lula einzuladen, sich dieser kollektiven Anstrengung anzuschließen, indem er die LGBT*-Rechterichtlinie offiziell durch ein Präsidialdekret in Kraft setzt und diesen Erfolg als dauerhafte und strukturelle öffentliche Politik stärkt.
Die Petition bleibt geöffnet, sammelt weiterhin neue Unterschriften und verstärkt die Stimmen all jener, die an ein gerechteres, vielfältigeres und inklusiveres Brasilien glauben. Jede Unterstützung unterstreicht, dass die LGBT*-Rechterichtlinie ein kollektiver Aufbau ist – entstanden in Partnerschaft zwischen Zivilgesellschaft und staatlichen Institutionen.
Dieser erste Sieg ist bereits ein Grund zum Feiern. Und der Weg geht weiter, geleitet von der Gewissheit, dass echter Fortschritt entsteht, wenn wir gemeinsam vorangehen – mit Dialog, Engagement und gesellschaftlicher Beteiligung.